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Maloja

liegt 1817 Meter hoch und ist zu jeder Jahreszeit einzigartig schön. Es gehört politisch zum Bergell und geographisch zum Oberengadin. In Maloja entspringt der Inn, der dem „Engadin“ den Namen gibt. (En, der Fluss, mit gadin, dem Tal, oder der Einfriedung). Maloja kann man mit Recht als Centro Segantini bezeichnen. Hier steht die Casa Segantini, das Atelier Segantini, die Chiesa Bianca in der Segantini aufgebahrt wurde und der Friedhof, auf dem die Familie Segantini begraben liegt. Sehr empfehlenswert ist der Sentiero Segantini.

Wissen Sie, woher der Name Maloja kommt? Eine gesicherte Erklärung dafür lässt sich nirgends finden. Es gibt viele Möglichkeiten, die schlüssigste ist vielleicht diese: Der „ontano alpino“, eine Erlenart, die man hier Malös oder Marös nennt, ist in der Gegend sehr verbreitet. Könnte das der Ursprung des Namens Malögia sein?

Maloggia oder Maloja, diese Frage wurde 1947 endgültig zugunsten von Maloja entschieden.

Maloja hat eine sehr interessante und bewegte Geschichte. Die ersten Funde deuten auf ein Jägervolk, das die Gegend schon etwa 2000 Jahre vor Christus bevölkerte, etwa 1500 v.Christus waren es Ungarn und Böhmen.

Der Druidenstein von Maloja, die Wannengräber und die Münzfunde sind beredte Zeugen längst vergangener Zeiten. Als Passstrasse hatte Maloja schon zur Römerzeit eine wichtige Funktion. Spuren findet man auf dem Fussweg von Maloja nach Cavril.

Maloja könnte man eigentlich in drei wichtige Epochen aufteilen. Die früheste Zeit ist die der Übergänge über die Pässe, Julier, Splügen, Muretto und Maloja.

Dann wird Maloja von bergeller Bauern als Alp genutzt. Maloja wird nur im Sommer bewohnt. Cresta, Cadmatè, Orden und Pila kann man teilweise die ursprüngliche Bauweise noch sehen.

Zur Zeit Napoleons, wurde Maloja einmal von den Österreichern, dann wieder von den Franzosen besetzt. Im April 1799 ziehen sich die Franzosen zurück eine Spur der Verwüstung zurücklassend und die Bewohner, die sich aus Angst aus dem Bergell nach Maloja gerettet hatten atmen auf. Doch Anfang Mai kommen die Österreicher zurück und zerstören was noch nicht zerstört war und rauben das restliche Vieh. Im November kommen die Österreicher zurück und drohen wieder alles zu zerstören, weil die Bewohner den Schnee nicht zur Zufriedenheit der Besatzer entfernt hatten.

Etwa 100 Jahre später, etwa 1880 entdeckt der belgische Graf de Renesse die überwältigende Schönheit von Maloja und in sehr kurzer Zeit wird aus dem Maiensäss ein mondäner, internationaler Treff. Das ist die Wiege des Ferienortes Maloja.

Maloja ist immer eine Reise wert!

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